Zum 110. Geburtstag von Hermann Kesten:
"… tu Geld in deinen Beutel, Kesten!" Frank Berninger, Literaturwissenschaftler und Verlagslektor, moderiert und kommentiert den Briefwechsel aus dem Exil (1933 – 1945) zwischen Hermann Kesten (gelesen von Klaus Mallwitz) und dessen Schriftstellerkollegen und Freund Franz Schoenberner. Anfang 1933, als sie Deutschland überstürzt verlassen mussten, standen Kesten und Schoenberner, in ihrem künstlerischen Zenit. Ihr Briefwechsel ist nicht nur das Zeugnis eines durch das Exil verursachten Bruchs in den Biographien zweier Literaten, die die literarische Szene des 20. Jahrhunderts eindrucksvoll mitbestimmt haben. Er ist in seinem faktischen Reichtum und in seiner Unmittelbarkeit des Erlebten auch eine äußere und innere Geschichte des Exils. Dass sich diese zwei so unterschiedlichen Charaktere im Exil immer näher kamen, lag nicht nur an der hohen Übereinstimmung in dem erfrischenden und treffsicheren Austausch über ihre Kollegen. Durch die Anteilnahme an persönlichen Rückschlägen und Sorgen des jeweils anderen wurde aus der anfänglich freundschaftlichen Distanz mehr und mehr eine verbindliche Vertrautheit. Eintritt: € 6,-/4,- erm.